Wintergeschichte:

Stella, Rudi und der frische Schnee

Heute gibt es eine Überraschung für euch!“, 
kündigte Herrchen früh morgens nach dem Aufstehen an und schmunzelte mit geheimnisvollem Gesicht.

 „Oh, was ist es denn, was ist es denn?“, wollten Stella und Rudi ungeduldig wissen.


„Kommt doch mal mit nach draußen!“, forderte Herrchen die Hundekinder auf. Er öffnete die Haustür.
Die grauen Schleier der Morgendämmerung lagen noch über dem Garten.
Stella und Rudi traten hinaus ins Freie.

Doch mitten auf der Türschwelle blieben beide plötzlich stehen und erstarrten ...
Staunend rissen sie die schwarzen Äuglein auf, denn zum ersten Mal in ihrem Leben sahen die Hündchen 

SCHNEE!

 Voller Ehrfurcht hielten Stella und Rudi für einen kurzen Moment die Luft an und betrachteten sprachlos die weiße Pracht ...

 „Wau, das ist ja unglaublich ...!“, Rudi fand als Erster seine Sprache wieder. „Ja, wirklich wunderschön ...!“, ergänzte Stella verträumt.
Beim Sprechen bildeten sich kleine weiße Hauchfahnen vor den Schnäuzchen der Hundekinder.

Die Winterluft war kalt.

Zaghaft setzten die Hündchen einen Schritt und dann noch einen hinaus in den tief verschneiten Garten: 
„Tapp, tapp.“
  
Ihre Pfötchen hinterließen kleine Spuren im Schnee.

„Sieh mal, Rudi, hier bin ich eben entlang gelaufen!“, machte Stella ihren Bruder aufmerksam und zeigte stolz auf ihre eigenen Abdrücke: 

„Meine sind größer!“, gab Rudi an.

 

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